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Aussichtslos: Regierungsbildung in Athen

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Aussichtslos: Regierungsbildung in Athen

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In Griechenland hat der Chef des links-radikalen Bündnisses Syriza, Alexis Tsipras, als zweiter Politiker von Staatspräsident Karolos Papoulias den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten. Seine Erfolgsaussichten sind schlecht. Er will als Regierungschef alle Sparvereinbarungen aufkündigen.

PASOK-Chef Evangelos Venizelos sprach sich für die Bildung einer pro-europäischen Regierung aus, die Griechenland in der Euro-Zone läßt. Damit scheidet die sozialdemokratische PASOK als Koalitionspartner ebenso aus wie die konservative Nea Dimokratia. Ihr Chef Antonis Samaras warf Tsipras vor, Griechenland zerstören zu wollen. Da werde er nicht mitmachen.

Da die beiden Traditionsparteien 149 der 300 Abgeordneten stellen, dürfte es Tsipras unmöglich sein, eine Regierung zu bilden, denn auch die Kommunisten mit ihren 26 Abgeordneten lehnen eine Koalition mit Syriza ab. Spätestens am Freitag dürfte dann die PASOK die Chance bekommen, sich an der Regierungsbildung zu versuchen.