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Barack Obama läutet den Wahlkampf ein

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Barack Obama läutet den Wahlkampf ein

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In den USA hat das Rennen ums Weiße Haus begonnen. Dreieinhalb Jahre nach seiner historischen Wahl hat Barack Obama alle Chancen auf eine zweite Amtszeit. Nationale Umfragen sehen ihn derzeit mit sieben Punkten in Führung. Aber was heißt schon national, wenn es eigentlich Wahlen in 50 Staaten sind, deren Ergebnisse zusammengerechnet werden…

Obama profitiert davon, dass sich die Konjunktur langsam wieder erholt – aber nur langsam. Als Slogan wählte er das griffige “Forward” – vorwärts. Damit macht er deutlich, dass eine Wahl des Republikaners Mitt Romney ein Rückschritt wäre und ein Rückgriff auf alte Rezepte. Obama diese Woche in Albany, New York: “Wir müssen weitergehen auf dem Weg, den wir 2008 eingeschlagen haben. Und dabei muss jeder eine faire Chance bekommen.”

Die Schlüsselfrage bei dieser Wahl ist: Wird sich die Arbeitslosigkeit spürbar verringern? Im April ging die Quote leicht auf 8,1 Prozent zurück, das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber den zehn Prozent auf dem Höhepunkt der Krise. Aber ebenso weit entfernt von den fünf Prozent Anfang 2008. Also, es geht aufwärts – aber nur langsam.

Das bestätigt der Chef eines Arbeitsamtes in Newark, New Jersey: “Wir haben hier bis zu 400 Leute jeden Tag. Viele von denen sagen uns, dass sie einen Job gefunden haben. Auf dem Höhepunkt der Krise konnten wir davon nur träumen.”

Für diese kleine Verbesserung hat der republikanische Herausforderer Mitt Romney indes eine ganz eigene Erklärung: “Der Grund für den Rückgang ist nicht, dass neue Jobs geschaffen worden wären, es waren sowieso nur 115.000. In Wahrheit haben es 340.000 Leute entmutigt aufgegeben, überhaupt einen Job zu suchen.”

Der Präsident reagiert darauf mit dem Hinweis, dem Kongress konjunkturfördernde Maßnahmen vorgelegt zu haben, etwa zum Ausbau der Solarenergie oder zur Entlastung von Hypothekenhaltern. Obamas Hoffnung ist, dass eine Mehrheit der Bürger dies anerkennt – wenn auch langsam.