Eilmeldung

Eilmeldung

Ermittlungen in Italien nach Anschlag auf Atomkonzern-Chef

Sie lesen gerade:

Ermittlungen in Italien nach Anschlag auf Atomkonzern-Chef

Schriftgrösse Aa Aa

Die italienische Polizei vermutet eine radikale, marxistisch-leninistische Gruppe hinter dem Anschlag auf den Chef des Atomkonzerns Ansaldo Nucleare. Am Montag hatte ein Unbekannter in Genua Roberto Adinolfi gezielt ins Bein geschossen und war anschließend auf einem Motorrad entkommen. Adinolfi wurde operiert und befindet sich noch im Krankenhaus.

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano rief seine Landsleute zur Ruhe auf. “Es gibt keinen Grund, politischen Dissens und soziale Spannungen heraufzubeschwören, die zu einer Rebellion führen könnten”, sagte er, “und die letztlich die Sprengkraft hätten, den Boden für terroristische Anschläge zu bereiten.”

Auf einer Webseite veröffentlichte eine Anarchistengruppe eine Solidaritätserklärung mit dem Attentäter. Die Polizei zieht Paralellen zu den Roten Brigaden, deren Vorgangsweise ähnlich war. Anlässlich des Gedenktags für die Opfer der Roten Brigaden legte Napolitano in Rom einen Kranz nieder.