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EU macht Handynutzung im Ausland billiger

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EU macht Handynutzung im Ausland billiger

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Gute Nachrichten aus Brüssel. Das Europaparlament hat den teils horrenden Kosten für die Handynutzung im europäischen Ausland einen Riegel vorgeschoben. Ab dem 1. Juli werden die sogenannten Roaming-Gebühren gesenkt und gleichzeitig mit einer Obergrenze versehen. Handygespräche, etwa von Spanien nach Deutschland, werden also deutlich billiger.

Der Abgeordnete Robert Goebbels rechnet vor: “Bisher zahlen Nutzer zum Beispiel für das Surfen im Internet zwei bis drei Euro pro Gigabyte. Wenn die neuen Regeln komplett umgesetzt sind, kostet das nur noch 20 Cent. Dies ist also eine sehr deutliche Absenkung.”

Wie um der Frage, was Europa eigentlich für die Bürger tue, eine klare Antwort zu geben, stimmte die überwiegende Mehrheit der Parlamentarier den neuen Regeln zu. 578 Mal hieß es Ja, zehn waren dagegen, zehn weitere enthielten sich.

Bis 2014 sinken nun die Kosten pro Anruf schrittweise von derzeit 35 auf 19 Cent pro Minute. SMS werden um fünf Cent billiger. Und die bisher freie Preisgestaltung bei der Internetnutzung wird ebenfalls gedeckelt.

Derzeit teilen in Europa vier Handykonzerne fast 80 Prozent des Marktes unter sich auf.

euronews-Korrespondentin Raquel Alvarez: “Um die bisherige Marktmacht einiger weniger Konzerne zu brechen, hat das Parlament zusätzlich die Kommission aufgefordert, bis 2016 einheitliche Telefongebühren für die gesamte EU festzulegen, sollte sich kein nachvollziehbarer Wettbewerb zwischen den Unternehmen entwickeln, die den Markt derzeit dominieren.”