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Wahrscheinlich keine Überlebenden nach Flugzeugunglück in Indonesien

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Wahrscheinlich keine Überlebenden nach Flugzeugunglück in Indonesien

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Verzweiflung am Flughafen von Jakarta: Für die Angehörigen der Passagiere des in Indonesien abgestürzten russischen Superjets wird es immer wahrscheinlicher, dass niemand das Unglück überlebt hat. In der Maschine hatten sich rund 50 Menschen befunden, vor allem Vertreter indonesischer Fluggesellschaften und Journalisten. Der Sprecher der Rettungskräfte Gagah Prakoso zeigte sich wenig optimistisch. “Wir haben bislang keine Überlebenden gefunden”, sagte er. “Die Einsatzkräfte wurden von einem Helikopter abgesetzt und bereiten die Bergung vor.”

Der Hubschrauber hatte zunächst Bilder von der Unglücksstelle geliefert: Das Flugzeug war an einem Vulkan zerschellt. Die Unglücksursache ist unklar. Vor dem Absturz hatte die Crew noch gebeten, auf 1.800 Meter sinken zu dürfen – dieses Manöver gibt Rätsel auf.

Rund 1000 Helfer durchkämmen nun die Unglücksregion im unzugänglichen Gelände an den Hängen des 2.200 Meter hohen Vulkans. Mehrere Leichen wurden bereits entdeckt, die Bergung ist jedoch nur mit dem Hubschrauber möglich.

Das Flugzeug war bei seinem zweiten Demonstrationsflug für potentielle Käufer abgestürzt. Die Maschine vom Typ Suchoi Superjet 100 war mit modernster Technik ausgestattet und ein Prestigeprojekt der russischen Regierung, die damit auf dem asiatischen Markt reüssieren wollte.