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EU: Spanien und Frankreich verfehlen Defizitziele

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EU: Spanien und Frankreich verfehlen Defizitziele

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Spanien und Frankreich verfehlen nach Einschätzung der EU-Kommission ihre Defizitziele. Die beiden großen Euro-Länder werden es nicht schaffen, im kommenden Jahr – wie fest vereinbart – die Maastrichter Defizitmarke von drei Prozent der
Wirtschaftsleistung einzuhalten.

In ihrer Konjunkturprognose geht die Kommission zudem von einer milden und kurzen Rezession in der Eurozone aus. Ab der zweiten Jahreshälfte 2012 werde sich die Wirtschaft langsam wieder erholen. Eine Entwicklung, die bis weit ins nächste Jahr hineinreicht, wie EU-Währungskommissar Olli Rehn erklärte.

Insgesamt erwartet Brüssel für die Eurozone 2012 eine Schrumpfung der Wirtschaft von 0,3 Prozent. Die Verschuldung erreicht knapp 92 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und die Arbeitslosigkeit elf Prozent.

Deutschland steht im Vergleich zu den meisten Partnern gut da. Im laufenden Jahr wird die größte Volkswirtschaft der EU nach Brüsseler Einschätzung um 0,7 Prozent wachsen, im kommenden Jahr um 1,7 Prozent. Das Staatsdefizit soll weiter fallen, von 0,9 Prozent im laufenden Jahr auf 0,7 Prozent 2013.