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Griechenland macht den Europäern neue Sorgen

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Griechenland macht den Europäern neue Sorgen

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Die neuen Schwierigkeiten nach der Wahl in Griechenland machen auch den Partnern und Geldgebern in Europa Sorgen. Hier fragt man sich, ob das mühsam ausgehandelte Spar- und Entschuldungspaket noch Bestand haben wird – ob also unter drastisch veränderten Verhältnissen doch eine Regierung zustande kommt, die diesen Kurs weiterverfolgt.

Über ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro wolle er nicht spekulieren, sagt der zuständige EU-Kommissar Olli Rehn. Jetzt müsse man dort erst einmal eine Regierung bilden und entschlossen die wirtschaftlichen Probleme des Landes angehen.

Deutsche Regierungspolitiker mahnen Griechenland, jetzt nicht von dem beschlossenen Weg abzuweichen. Ihr Motto ist, dass Griechenland jede nötige Hilfe bekomme, sich aber auch selbst helfen müsse.

Griechenland soll aber nach dem Willen der Bundesregierung im Euroraum bleiben. An diesem Ziel habe sich nichts geändert, sagt der Regierungssprecher. Es gebe jedoch keine Möglichkeit, die Vereinbarungen mit den internationalen Geldgebern nachträglich zu lockern.

Der deutsche Finanzminister baut aber auch schon vor: Europa gehe so schnell nicht unter, sagt Wolfgang Schäuble. Der Euroraum sei heute widerstandsfähiger als noch vor zwei Jahren und würde ein Ausscheiden Griechenlands notfalls verkraften.