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Janukowitsch bleibt hart: Timoschenko-Problem "vorübergehend"


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Janukowitsch bleibt hart: Timoschenko-Problem "vorübergehend"

Die inhaftierte, ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko hat erstmals im Krankenhaus in Charkow Besuch aus der EU erhalten. Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite sagte, Timoschenko gehe es den Umständen entsprechend gut, wenn man berücksichtige, dass sie aus einem 20-tägigen Hungerstreik komme.

Grybauskaite warnte allerdings, Europas Vertrauen in die Ukraine nehme ab. Die europäische Perspektive der Ukraine hänge auch davon ab, inwieweit Timoschenko das Recht auf angemessene Behandlung gewährt werde.

Timoschenkos Tochter Jewgenia erklärte gegenüber Euronews, sie hoffe, dass der internationale Protest über die Behandlung ihrer Mutter weiter wachse und daraus eine politische Krise werde. Dann werde Präsident Janukowitsch gezwungen sein, eine Lösung zu finden.

So sieht es aber noch nicht aus. Präsident Viktor Janukowitsch, der als größte Rivale Timoschenkos gilt, nannte den Streit um die 51-Jährige “vorübergehend”. Mit der EU sei schließlich schon ein Assoziierungsabkommen paraphiert. Die Pause in den Verhandlungen, die nun eingetreten sei, habe für beide Seiten ihren Nutzen.

Die EU kritisiert den Umgang mit der Oppositionsführerin scharf. Aus Protest bleibt die EU-Kommission den Spielen der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine fern.

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