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JPMorgan Chase schockt Märkte mit verzocktem Milliardenverlust

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JPMorgan Chase schockt Märkte mit verzocktem Milliardenverlust

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Im US-Finanzsektor gibt es einen neuen spektakulären Handelsskandal. Branchenprimus JPMorgan Chase setzte mit hochriskanten Wetten mindestens zwei Milliarden Dollar in den Sand.

Das bislang als Musterknabe unter den amerikanischen Geldhäusern geltende Institut schockte mit diesem Eingeständnis die Anleger: Vorstandschef Jamie Dimon räumte ein, die Verluste seien selbstverschuldet. Finanztitel sackten am Freitag weltweit ab.

Das Ganze sei verheerend, meint Analystin Brenda Kelly von CMC Markets. Dimon habe immer damit geprallt, mit der Finanzkrise fertigzuwerden. Der verzockte Verlust komme zudem zu einem Zeitpunkt ans Licht, an dem die Banken mit neuen Finanzregeln umgehen müßten.

Pikanterweise häuften sich die Verluste ausgerechnet in Absicherungsgeschäften an, die eigentlich dazu dienen sollen, Einbußen im Handel zu begrenzen. Die Ursache dafür sah JMorgan Chase vor allem in einem falschen Modell zur Risikosteuerung.