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Die Indignados demonstrieren wieder

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Die Indignados demonstrieren wieder

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Die spanischen Indignados (Empörten) begehen an diesem Wochende ihren ersten Jahrestag. Geplant sind Protestmärsche und Platzbesetzungen in mehr als 50 Städten. Tausende Teilnehmer werden erwartet. Die Proteste richten sich in erster Linie gegen die Sparpläne der Regierung. Noch in diesem Jahr will die Regierung nämlich 27 Milliarden Euro einsparen, 10 Milliarden allein im Gesundheits- und Bildungswesen.

B. Alhambra aus Madrid war von Anfang an dabei. Er sagt: “Die Bewegung kam wie eine Explosion über Spanien. Aber wir waren das ganze Jahr über aktiv. Die Menschen kennen uns. An den Protesten jetzt am Wochenende werden viele, viele Menschen teilnehmen, weil sie uns kennen und weil es vielen Menschen schlechter und schlechter geht und sie unter immer schlechteren Bedingungen leben.”

Vor einem Jahr hatten Hunderttausende mit Märschen und der teils wochenlangen Besetzung zentraler Plätze in Großstädten gegen die Regierung demonstriert, von der sie sich angesichts fehlender Zukunftsperspektiven nicht länger repräsentiert fühlten. Es kam auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.

In Spanien ist ein Viertel aller Erwerbs­fähigen arbeitslos, die Hälfte aller Jugendlichen steht auf der Strasse.