Eilmeldung

Eilmeldung

Rätseln um Anschlag in Aleppo

Sie lesen gerade:

Rätseln um Anschlag in Aleppo

Schriftgrösse Aa Aa

Einen Tag nach dem verheerenden Attentat in Damaskus soll es im nordsyrischen Aleppo vor der Zentrale der Baath-Partei erneut zu einem Sprengstoffanschlag und Kämpfen gekommen sein, dabei sei jedoch niemand ums Leben gekommen. Das berichteten Oppositionskreise. Die offizielle Version des syrischen Staatsfernsehens widerspricht dem. Demnach hätten Sicherheitskräfte den mit mehr als einer Tonne Sprengstoff gefüllten Kleinbus abgefangen. Dabei sei der Terrorist getötet worden. Der oppositionelle syrische Nationalrat wirft dem Assad-Regime vor, Attentate wie den Doppelanschlag vom Donnerstag zu inszenieren und als Vorwand zu missbrauchen, um den UN-Friedensplan zu unterlaufen. Syriens Informationsminister Adnan Hassan Mahmoud drehte den Spieß um:
“Die europäischen Länder verfolgen die gleiche Strategie wie die Vereinigten Staaten. Sie sind gegen Syrien. Sie bewerten die Situation in Syrien auf Grundlage von Falschinformationen aus dem Internet und Foren wie Facebook.” Der seit April begonnene UN-Beobachtereinsatz geht unterdessen weiter. Die Zahl der unbewaffneten Militärbeobachter wurde inzwischen auf 113 erhöht. Ende Mai sollen es 300 sein. Die UNO baut weiter auf eine politische Lösung des Konfliktes, dem seit März 2011 etwa 10 000 Menschen zum Opfer gefallen sind.