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Spitzentreffen beim griechischen Präsidenten ohne Erfolg

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Spitzentreffen beim griechischen Präsidenten ohne Erfolg

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Auch nach dem Spitzengespräch beim Staatspräsidenten bleibt die politische Lage in Griechenland chaotisch. Der Chef der Radikalen Linken, Alexis Tsipras, verweigerte sich weiterhin einer Koalition, die Konservative und Sozialisten anstreben, und will die Sparpolitik nach wie vor nicht mittragen.

Der Chef der Konservativen, Antonis Samaras, der zuvor eine Interimskoalition für zwei Jahre vorgeschlagen hatte, sprach nach dem Treffen von einer Sackgasse.

Sein sozialistischer Kollege Evangelos Venizelos hofft weiterhin auf die Überredungskünste des Präsidenten, der am Nachmittag die Vertreter der kleinen Parteien empfing: Er appelliere an die Logik und den Patriotismus aller Bürger und Politiker. Trotz der Sackgasse bei dem Treffen sei er begrenzt optimistisch, dass eine Regierung gebildet werden könne.

Tsipras von der Radikalen Linken betonte, dass die beiden anderen zusammen mit der kleinen Partei der Demokratischen Linken auch ohne ihn regieren könnten – was die Demokratische Linke umgehend zurückwies.

Das Problem des Landes sei und bleibe die Disharmonie zwischen der gegenwärtigen Politik und dem politischen Willen, brandmarkte Tsipras. Solange die anderen auf dem Sparvorhaben zur Rettung Griechenlands beharrten, das vom Volk abgelehnt worden sei, könnten sie keine soziale Stabilität gewährleisten.

Seine Partei ist fein heraus: Sie kann bei den nächsten Neuwahlen, auf die Griechenland zuschreitet, auf noch mehr Stimmen hoffen. Bis dahin hat der Präsident bei seinen Gesprächen zeitlich Spielraum – inhaltlich offenbar kaum…