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Die Angst der Griechen vor der Drachme

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Die Angst der Griechen vor der Drachme

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Noch ist die Bank von Griechenland praktisch eine untergeordnete Behörde der Europäischen Zentralbank. Die Unfähigkeit der Parteien zur Regierungsbildung hat aber die Debatte um einen Verbleib des Landes in der Eurozone wieder aufflammen lassen. Doch in Umfragen will eine große Mehrheit der Bevölkerung den Euro behalten.

Dies sei vor allem der Angst vor den Folgen geschuldet, meint dieser Politikwissenschaftler. Der Mittelstand werde sofort pleite gehen, und die neue Währung dramatisch abgewertet. Was dann komme, wisse keiner.

Die Abwertung der neuen Drachme wird Experten zufolge der griechischen Wirtschaft den Todesstoß versetzen: eine Schrumpfung um zwanzig Prozent, dazu ein Anstieg der Inflation um 50 Prozent sowie eine Verschuldung, die 200 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreicht.

Bei der EZB in Frankfurt werden schon länger die möglichen Szenarien durchgespielt. Sicher ist, daß die Verträge keinen “Rauschmiß” vorsehen. Ein Austritt müsste also von Athen selbst kommen.

Die Bedingungen sind indes klar: Verlässt die künftige griechische Regierung den harten Sparkurs, fließen keine Hilfsgelder mehr. Dann hat das Land im Juni kein Cent mehr – ob Euro oder Drachme.