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Köpferollen bei JPMorgan Chase nach Zockerverlust

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Köpferollen bei JPMorgan Chase nach Zockerverlust

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Nach dem milliardenschweren Spekulationsverlust rollen bei der US-Großbank JPMorgan Chase die ersten Köpfe. Die verantwortliche Managerin Ina Drew erklärte nach 30 Jahren im Unternehmen ihren Rücktritt. Ihr Abgang war erwartet worden – und es dürften weitere folgen.

Doch mit personellen Konsequenzen dürfte die Sache nicht erledigt sein, meint Analystin Agnes Crane. Geschockte Investoren könnten sich nach solideren Banken umsehen. Die Folgen für die gesamte Bankenbranche seien noch nicht abzusehen.

Der Imageschaden für JPMorgan Chase dürfte das eigentliche Problem sein, nicht der Verlust des Geldes. Den kann das Institut mit seinen 37 Milliarden Euro Umsatz wahrscheinlich verschmerzen.

Zudem kommt, daß Vorstandschef Jamie Dimon an der Wall Street einer der wortgewaltigsten Gegner einer strengeren Bankenregulierung ist. Nun könnte dieses Thema im Wahlkampf neue Prominenz bekommen.

Das Weiße Haus erklärte bereits, der Spekulationsverlust bei JPMorgan Chase gebe Barack Obama bei seinen Bemühungen recht, der Branche strengere Regeln aufzuerlegen.