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Krimi um entführtes Mädchen: Mafiosi-Grab im Vatikan geöffnet

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Krimi um entführtes Mädchen: Mafiosi-Grab im Vatikan geöffnet

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Aufruhr im Vatikan: Ermittler haben im Kirchenstaat den Sarg eines Mafia-Bosses geöffnet, um das Rätsel um die vor fast 30 Jahren verschwundene Emanuela Orlandi zu lösen. Gerüchte besagten, die 15-jährige Tochter eines Papst-Angestellten sei ermordet und mit dem Mafiosi zusammen beigesetzt worden. Tatsächlich wurde im Sarg neben der Leiche des Mafiosi eine Kassette mit Knochen gefunden.

Ein Hoffnungsschimmer für Pietro Orlandi, den Bruder des Mädchens. “Der Vatikan hat sich bereiterklärt, zur Aufklärung beizutragen”, sagte er. “Ich hoffe, dass das maximale Transparenz bedeutet, im Gegensatz zur Vorgangsweise in der Vergangenheit. Bislang gab es bei den Ermittlungen keine Zusammenarbeit und keine Transparenz.”

Eine Theorie besagt, dass Emanuela gekidnappt wurde, um die Vatikanbank zur Rückgabe von Geldern zu zwingen, die der Mafiaboss bei ihr investiert hatte. Letztlich jedoch schrieb er das Geld ab. Aus Dankbarkeit, so heißt es, habe der Vatikan die Bestattung des Mafiosi in der Basilika Sant’ Apollinare in Rom erlaubt.