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Letzte Rettungsversuche in Griechenland

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Letzte Rettungsversuche in Griechenland

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Noch einmal wollte Griechenlands Staatspräsident Karolos Papoulias am Abend versuchen, die Parteien zu einer gemeinsamen Regierung zu bewegen.

Auch dieses Treffen ist nun aber vorbei; offenbar zeichnet sich jetzt eine neutrale Expertenregierung ab: Das deutete Sozialistenchef Evangelos Venizelos im Anschluss an. Für morgen ist ein weiteres Treffen beim Präsidenten mit allen Parteien
angekündigt – außer den Rechtsextremen.

Heute abend saßen dagegen nur drei Parteien am Tisch – Konservative, Sozialisten, die kleine Demokratische Linke. Diese drei würden im Grunde miteinander regieren und hätten auch eine knappe Mehrheit: Aber sie wollen noch jemand anders dabeihaben.

Es geht um die Radikale Linke, die mit ihrer Ablehnung des Sparkurses bei der Wahl auf einmal
zweitstärkste Partei geworden ist. Ihr Chef will aber
logischerweise nicht mit den anderen regieren, die für diesen bisherigen Kurs stehen. Auch das abendliche Treffen hatte er boykottiert: Morgen wird
er aber dabeisein, wie ein Parteisprecher ankündigte.

Dem Staatsoberhaupt bleiben nun nicht mehr viele Möglichkeiten: Direkte Neuwahlen schon nächsten Monat wären eine davon. Eine Expertenregierung scheint da immer noch verlockender: Sie könnte das Land zunächst durch die nächsten wichtigen Monate führen, bevor dann möglicherweise im Herbst gewählt würde.