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Radikale Linke auf Konfrontationskurs

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Radikale Linke auf Konfrontationskurs

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Er bleibt bei seinem Nein. Der Chef der radikalen Linken in Griechenland lehnte ein weiteres Spitzentreffen mit Präsident Karolos Papoulias ab, das für diesen Montag geplant ist – Papoulias letzter Versuch, eine Regierung zu schaffen.

Alexis Tsipras will Neuwahlen durchsetzen. Neuen Umfragen zu folge würden die Radikalen Linken mit ihrer Anti-Sparpolitik daraus als stärkste Kraft hervorgehen. Tsipras erklärte, seine Partei werde zu ihrer Verantwortung stehen, damit die Menschen ihre Hoffnung nicht verlören. Und sie nähmen auch ihre Wahlversprechen nicht zurück.

Am Sonntagmittag hatte Papoulias ergebnislos versucht, die drei größten griechischen Parteien – die Konservativen, die Sozialisten und die radikalen Linken – auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Nun wird spekuliert, ob es stattdessen zu einer Zusammenarbeit zwischen den pro-europäischen Parteien und der Demokratischen Linken kommt.

Doch Brüssel verliert langsam die Geduld. Mehrere EU-Politiker berieten erstmals offen darüber, Griechenland aus der Eurozone zu werfen. Die Europäische Zentralbank erhöhte den Druck. Ein Thema, das auch das Treffen der Euro-Finanzminister an diesem Montag beherrschen wird. Diese forderten Athen erneut auf, die Sparvorhaben umzusetzen.