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Flüchten oder standhalten - Euro entscheidet über griechische Regierung

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Flüchten oder standhalten - Euro entscheidet über griechische Regierung

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Experten gesucht, für einen Stressjob auf dem Schleudersitz. Gehalt: Bis auf weiteres in Euro.

In Griechenland diskutiert Staatspräsident Karolos Papoulias heute mit alle Parteien – mit Ausnahme der Faschisten und der Kommunisten – die Möglichkeit, mit einem Expertenkabinett aus der Regierungskrise kommen. Die Beschlusslage: Alle Eingeladenen wollen darüber reden, mit Ausnahme der zweitstärksten politischen Kraft, der Radikalen Linken.

In manchen Ratschlägen von auswärts ist plötzlich nicht mehr vom Sparen die Rede – oder jedenfalls nicht mehr nur.

Angela Merkel, deutsche Bundeskanzlerin:

“Ich glaube, dass es für Griechenland besser ist, sie bleiben im Euroraum. Das bedeutet dann aber auch, dass wir einen Weg beschreiben, wie Griechenland Schritt für Schritt auf die Beine kommt.”

Die Eurogruppe will Griechenland als Mitglied behalten. immerhin, das bisher Undenkbare wird inzwischen als Möglichkeit diskutiert.

Robert Halver, Baader Bank:

“Griechenland ist nicht mehr fähig, in der Eurozone seine Probleme zu lösen. Von daher ist es der beste Weg, dass man die Griechen austreten lässt. Es macht keinen Sinn mehr, die Griechen in der Eurozone zu lassen. Die Griechen können die Eurozone nicht überleben.”

Wenn doch, könnte man bei den verlangten Stabilitätszielen über den Zeithorizont reden, lockt
Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker.

Auch bei Neuwahlen zeichnet sich in Griechenland bisher keine Mehrheit für den Reform- und Sparkurs ab.

mit Reuters, AFP, dpa