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Francois Hollande ins Präsidentenamt eingeführt

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Francois Hollande ins Präsidentenamt eingeführt

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Frankreich hat nun offiziell einen neuen Präsidenten: Francois Hollande wurde im Elysee-Palast feierlich in sein Amt eingeführt. Er ist seit 17 Jahren der erste Sozialist, der wieder in den Elysee-Palast einzieht. Nach einer Begrüßung durch eine militärische Ehrenformation zogen Hollande und sein Vorgänger Nicolas Sarkozy sich zum Gespräch zurück. Dabei übergab Sarkozy auch den wichtigen Code für das französische Atomarsenal an Hollande.

Nun ist Hollande Chef im Elysee-Palast. Sarkozy verließ den Hof winkend und unter dem Jubel seiner Anhänger, während im Festsaal die protokollarisch sehr streng geregelte Zeremonie weiterging, mit der Hollande in sein Amt eingeführt wurde. Ein Amtseid ist gemäß der französischen Verfassung allerdings nicht vorgesehen. Höhepunkt des Festakts war die Übergabe der Insignien des Großmeisters des Ordens der Ehrenlegion an den neuen Präsidenten und dessen Unterschrift. Dann rief Hollande in seiner Antrittsrede zur Einigkeit auf. “Unser Land braucht Beruhigung, Versöhnung, Zusammengehörigkeit. Die Rolle des Präsidenten besteht darin, dazu beizutragen, dafür zu sorgen, dass alle Franzosen friedlich zusammen leben, ohne jede Unterscheidung.”

Hunderte Gäste waren zu dem Festakt in den Elysee-Palast gekommen. Hollandes frühere Partnerin allerdings, die sozialistische Politikerin Ségolène Royal, war demonstrativ ferngeblieben.

Es folgte eine Fahrt über die Champs-Elysees – in einem vergleichsweise bescheidenen Auto: einem Citroen mit Hybridantrieb. Mit der Wahl dieses Fahrzeugs anstatt der üblichen Prachtkarossen wollte Hollande wohl Bürgernähe und Normalität demonstrieren. Die Fahrt führte zum Triumphbogen, wo der neue Präsident am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegte.

Auf Hollande warten große Herausforderungen, vor allem angesichts der schwelenden Eurokrise. Noch am Abend will der neue französische Staatschef nach Berlin zu einem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel reisen.