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Gerät die Achse Paris-Berlin aus dem Gleichgewicht?

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Gerät die Achse Paris-Berlin aus dem Gleichgewicht?

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Paris-Berlin – bislang eine feste Achse in der europäischen Anti-Krisen-Strategie. Gerät sie nun aus dem Gleichgewicht?

Über die künftige Ausrichtung der deutsch-französischen Zusammenarbeit wird seit dem Wahlsieg Hollandes in beiden Hauptstädten spekuliert. Es könnte sich dabei politisch das manifestieren, was wirtschaftlich seit längerem feststeht: nämlich ein deutsches Übergewicht.

Während die französische Wirtschaft stagniert, bewahrt die deutsche die Eurozone vor der Rezession. Besonders deutlich wird das bei den Arbeitslosenquoten, aber auch bei der Verschuldung.

Noch sei nicht klar, wie die Wahl Hollandes die künftige politische Dynamik zwischen Frankreich und Deutschland verändere, meint Analyst Michael Hewson von CMC Markets. Beim Fiskalpakt gebe es bereits Meinungsunterschiede, das zeichne sich auch beim Mindestlohn ab und beim Renteneintrittsalter. Das lasse die Deutschen zusammenzucken.

Die Frage nach dem richtigen Umfang von Sparplänen zur Wachstumsförderung beantworten Paris und Berlin bislang unterschiedlich. Der Ernst der Lage in der Eurozone und die Nervosität an den Finanzmärktzen wird indes eine rasche Konsensbildung dringend nötig machen.