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Angela und François lernen sich endlich kennen

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Angela und François lernen sich endlich kennen

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Gerade noch ist er in Paris vereidigt worden, jetzt am Abend ist er schon zum ersten Staatsbesuch in Berlin: François Hollande, Frankreichs neuer Präsident, ist zu Gast im Kanzleramt. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel lernt den neuen Kollegen
nun überhaupt erst einmal kennen.

Bisher wurde vor allem über die Medien schon vieles ausgetragen; meist ging es um das Verhältnis von Sparsamkeit und Wachstum in der Krise.

Er wiederhole jetzt als Präsident, was er schon im Wahlkampf gesagt habe, meint Hollande nach dem Treffen: Er wolle den schon vereinbarten Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin nachverhandeln, um den Aspekt des Wachstums einzufügen. Am besten sei es dabei wohl, beim informellen EU-Gipfeltreffen am 23. Mai alles auf den Tisch zu packen.

Für die Kanzlerin sind Sparsamkeit und Haushaltsdiziplin sehr wichtig; sie hält sich nach dem Gespräch mit François Hollande aber auch alles andere offen.

Die Frage sei, meint Angela Merkel, wer welche Vorstellungen von Wachstum habe. Man werde nun über die verschiedenen Ideen sprechen, wie Wachstum geschaffen werden könne. Dabei werde es Gemeinsamkeiten geben und vielleicht auch die eine oder andere unterschiedliche Meinung – aber alles sei so, dass sie sich auf die weitere Zusammenarbeit freue.

Das erste Kennenlernen hat geklappt, nach den Irritationen in der Zeit des französischen Wahlkampfs. Merkel betont noch, auch wenn sie beide unterschiedliche politische Richtungen verträten, könnten sie ja doch sehr wohl zusammenarbeiten.