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Athen: "Der Verbitterte" führt Übergangsregierung

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Athen: "Der Verbitterte" führt Übergangsregierung

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Der Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos soll als neuer Übergangsregierungschef Griechenland auf die Neuwahlen am 17. Juni vorbereiten.

Pikrammenos ist in einer kurzen Zeremonie vereidigt worden. Viel ist über ihn nicht bekannt, griechische Medien berichteten nur, dass der 67-Jährige in Athen und Paris Jura studiert habe. Sein Nachname bedeutet im griechischen: “Der Verbitterte”.

Er bleibt nur einen Monat, bis zu den Neuwahlen, im Amt und wird nicht bemächtigt sein, politische Entscheidungen zu treffen. Seine Aufgabe ist es lediglich, den Weg zu den Neuwahlen zu ebnen.

Angesichts der unsicheren politischen Lage und aus Angst vor einem Euro-Austritt stürmen die Griechen die Banken. In den vergangenen Tagen haben die Bürger Hunderte Millionen Euros abgehoben. Ein hochrangiger Bankbeamter erklärte jedoch, dass es noch keine Anzeichen für eine Panik gebe.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnte die Griechen davor, sich von der Europäischen Union abzuwenden: “Wir müssen dem griechischen Volk sagen, dass das Sparprogramm für Griechenland noch die einfachste unter all den schwierigen Alternativen ist.”

Barroso verwies zudem darauf, dass das Hilfsprogramm für Griechenland nicht nur Einsparungen, sondern auch Wachstumsimpulse vorsehe.