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Neuwahlen: Entscheidung zwischen Euro und Drachme

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Neuwahlen: Entscheidung zwischen Euro und Drachme

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Nach den gescheiterten Verhandlungen in Griechenland wird ab heute über die Bildung einer Übergangsregierung beraten. Mitte Juni – wahrscheinlich am 17. – stehen Neuwahlen an.

Ein Schritt, der nötig wurde, weil sich die Parteien nicht auf eine Regierung einigen konnten. Noch klarer als bei der Parlamentswahl vor rund einer Woche wird es für die Griechen wohl auf eine Entscheidung zwischen Euro und Drachme hinauslaufen.

Der Athener Kosmas Skavounakis meint, er hätte es besser gefunden, wenn sich die Parteien untereinander geeinigt hätten. Dann hätte es den politischen Kurswechsel gegeben: Weg von der Armut und hin zum Wachstum.

Bei vielen Griechen überwiegt die Resignation.
“Ich werde für die gleiche Partei stimmen,” kündigt Nikos an. “Bisher hat man uns nur belogen. Deshalb weiß ich auch nicht, was uns jetzt erwartet. Alles ist unsicher.”

Beobachter gehen davon aus, dass bei Neuwahlen extrem linke und rechte Parteien größeren Zulauf erhalten. Jüngsten Umfragen zu folge werden Syriza, der Radikalen Linken, gute Chancen ausgerechnet, stärkste Kraft zu werden. Am 6. Mai war sie überraschend Zweitstärkste geworden. Die Partei unter Alexis Tsipras lehnt alle EU-Sparprogramme ab.