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Eine industrielle Hoffnung in Trümmern

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Eine industrielle Hoffnung in Trümmern

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In Indonesien kämpfen sich 80 russische Experten an der Seite indonesischer Einsatzkäfte durch gebirgigen Urwald, um nach dem Absturz des “Suchoi Superjets 100” Opfer zu finden und Spuren zu sichern.

Das fabrikneue Flugzeug war am 9. Mai während eines Demonstrationsflugs aus bisher ungeklärter Ursache an einem Berg zerschellt. Mehr als 40 Passagiere starben.

Bekannt ist, dass der Pilot den Tower rund 20 Minuten nach dem Start um Erlaubnis gebeten hatte, die Flughöhe von 3000 auf 1800 Meter zu verringern. Kurz darauf zerschellte die Maschine am 2200 Meter hohen Vulkan Salak südlich der Hauptstadt Jakarta.

Ein Teil der Black Box – der sogenannte Voice Recorder – war in der Nähe des Hecks der Unglückmaschine gefunden worden – in einer 500 Meter tiefen Schlucht. Die Auswertung dürfte allerdings Wochen dauern. Nach dem Flugdatenschreiber wird weiter gesucht.

Der Flieger galt als Hoffnungsträger und
Prestigeprodukt der russischen Luftfahrtindustrie.
Er sollte anderen Anbietern von
Mittelstreckenflugzeugen wie Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen.
Experten hatten aber immer wieder über technische Probleme geklagt.

mit Reuters, AFP