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Griechenland: Übergangsregierung legt Amtseid ab

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Griechenland: Übergangsregierung legt Amtseid ab

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Die Minister der neuen griechischen Übergangsregierung sind vereidigt worden. Sie sollen die Schicksalswahl am 17. Juni vorbereiten.

Wichtigster Mann des Teams ist Giorgios Zanias, er übernimmt das Finanzressort. Er war bereits bei der Aushandlung des Schuldenerlasses beteiligt.

International herrscht die Sorge, dass die Neuwahl auch keine funktionsfähige Regierung ergibt. Die Griechen scheinen gespalten: Sie wollen den Euro behalten, zugleich sind sie aber gegen das radikale Sparprogramm.

Kyriakos Mitsotakis, ein Mitglied der liberal-konservativen Partei “Neue Demokratie”, sagte:
“Die Griechen werden entscheiden müssen, ob sie eine pro-europäische Regierung wollen, oder, ob sie einen Weg einschlagen, der sie in die Isolation führen wird. Ich vertraue darauf, dass sie ersteres wählen werden.”

In Umfragen liegt derzeit das linksradikale Parteienbündnis Syriza vorn, das die Sparmaßnahmen ablehnt. Syriza-Chef Alexis Tsipras erklärte: “Bei den Versuchen eine Regierung zu bilden, spielte sich bereits dieses Szenario ab: Es wird versucht den Menschen Angst zu machen, damit Syriza nachgibt.”

Während die Politiker weiter über die Zukunft debattieren, greift im Land die Angst vor einem Abschied vom Euro um sich. Seit Tagen räumen die Griechen ihre Bankkonten, um ihre Euro-Ersparnisse ins Trockene zu bringen.