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Mladic-Prozess: Das Massaker von Srebrenica

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Mladic-Prozess: Das Massaker von Srebrenica

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Sechzehn Jahre nach Ende des Bosnienkrieges muss sich Ratko Mladic nun vor UN-Richtern in Den Haag verantworten. Dem Serben werden Völkermord und zahllose Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Der 70-Jährige zeigte bisher vor Gericht keinerlei Reue für seine Taten. Der Richter unterbrach die Sitzung kurzfristig, wegen eines Vorfalls zwischen Mladic und Munira Subasic, die Sohn, Ehemann und Bruder in Srebrenica verlor. Sie schaute Mladic an und kreuzte ihre Handgelenke, als Symbol für Handschellen. Mladic antwortete mit einer Geste, er fuhr sich mit dem Zeigefinger über den Hals, als wolle er ihre Kehle durchschneiden.

Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten Frauen der Organisation Mütter von Srebrenica, die Angehörige der Opfer des Massakers vertritt.
Sie nennen Mladic den “Schlächter vom Balkan” und wollen, dass er für seine Taten verurteilt wird.