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Beobachtermission fast komplett - Gewalt in Syrien geht weiter

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Beobachtermission fast komplett - Gewalt in Syrien geht weiter

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Trotz der inzwischen fast vollzähligen Beobachtermission der Vereinten Nationen geht die Gewalt in Syrien unvermindert weiter. Über die Hintergründe des Angriffs auf drei UN-Fahrzeuge in der Provinz Idlib am vergangenen Mittwoch ist noch immer nichts bekannt. Inzwischen sind mehr als 250 Beobachter vor Ort, weitere sollen heute eintreffen.

Der Chef der Mission, der dänische Generalmajor Robert Mood, sagte, auch eine hohe Anzahl von Beobachtern könne keine Fortschritte oder gar ein Ende der Gewalt erreichen, wenn sich nicht alle Konfliktparteien – innere und äußere – dazu verpflichteten, dem Dialog eine Chance zu geben.

Amateurvideos aus der Stadt Rastan nördlich von Homs zeigen auch an diesem Freitag wieder schweren Artilleriebeschuss. Regierungstruppen versuchen seit Tagen Rastan, das seit Januar von den Auftändischen kontrolliert wird, zurückzuerobern. Landesweit gibt es offenbar weiterhin täglich Dutzende Tote. Die Vereinten Nationen sprechen von mindestens 9000 seit dem Beginn des Auftandes im vergangenen Jahr, die Zahl dürfte aber weitaus höher sein. Wie jetzt bekannt wurde, soll ein syrischer Revolutionär wegen Hochverrats hingerichtet werden, weil er einem arabischen Fernsehsender ein Interview gegeben hat.