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Lebensgefährlich und umstritten: UN-Mission in Syrien

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Lebensgefährlich und umstritten: UN-Mission in Syrien

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Die UN-Beobachtermission in Syrien ist inzwischen fast komplett – und der Waffenstillstand weiterhin eine Farce. Für die unbewaffneten Beobachter in ihren blauen Westen bleibt es gefährlich: Im Internet waren jetzt Bilder vom Angriff auf Mitglieder der Mission am Dienstag in der Provinz Idlib zu sehen. Die Beobachter blieben unverletzt, mussten die Nacht aber bei Oppositionellen verbringen.

Der Ton der syrischen Führung verschärft sich gegen sie: Wie schon Präsident Assad am Vortag forderte am Donnerstag auch die staatliche Tageszeitung “Al-Thawra”, die Beobachter müssten die Schuldigen, “Terroristen”, klar benennen.
Die Gewalt hält an, auch an diesem Mittwoch und Donnerstag gab es laut Regimegegnern in Syrien Tote.

An der umstrittenen UN-Mission sollen nun auch deutsche Militärbeobachter teilnehmen: Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch, bis zu zehn unbewaffnete Soldaten nach Syrien zu entsenden.

Laut UN-Diplomaten versuchte Nordkorea, Rüstungsmaterial an Syrien zu liefern. Die Lieferung sei aber in einem UN-Mitgliedsland abgefangen worden. Derweil helfen die USA einem Bericht der Washington Post zufolge bei der Bewaffnung der Aufständischen. Sie lieferten zwar nicht selbst, hülfen aber bei der Koordinierung von Lieferungen.