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Proteste in Bahrain gegen geplante Golfunion

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Proteste in Bahrain gegen geplante Golfunion

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Mehrere tausend Bahrainer haben in der Hauptstadt Manama gegen die Pläne einer Golfunion demonstriert. Vor allem die schiitische Bevölkerungsmehrheit lehnt das Vorhaben ab.

Die Staatschefs des Golfkooperationsrates hatten am Montag über den Vorschlag des saudischen Königs beraten, die sechs Staaten in einer engeren außen- und sicherheitspolitischen Union zu verbünden, ohne dabei die Souveränität der einzelnen Staaten aufzugeben. Dem Golfkooperationsrat gehören Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait, Katar, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

Mit der Union, über die zunächst noch weiter beraten werden soll, will Saudi-Arabien den Einfluss des Irans in der Region eindämmen. Die beiden Königreiche Saudi-Arabien und Bahrain, die beide von Sunniten beherrscht werden, werfen dem Iran vor, die Schiiten auf ihrem Territorium aufzuwiegeln.

Die saudische Armee hatte dem bahrainischen Königshaus bei der Niederschlagung der Proteste im vergangenen Jahr geholfen.

Auch in London, wo der bahrainische König zu einem Lunch anlässlich des Thronjubiläums von Königin Elisabeth geladen war, protestierten Exil-Bahrainer.