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Brindisi: Bombe vor Berufsschule explodiert

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Brindisi: Bombe vor Berufsschule explodiert

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Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Berufsschule im süditalienischen Brindisi ist am Samstag ein 16-jähriges Mädchen getötet worden. Ein gleichaltriges Mädchen ringt nach Angaben der Ärzte mit dem Tod. Acht weitere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, einige der Schülerinnen erlitten schwere Verbrennungen.

“Sie stand direkt vor mir. Sie hatte nur Verbrennungen, sie schrie nur immer und immer wieder Melissa, Melissa, das war ihre beste Freundin”, erzählt ein Mitschülerin.

“Ich sah, wie das andere Kind den Namen seiner Freundin rief: Melissa, Melissa. Sie wusste, dass sie es nicht schaffen würde”, berichtet eine Lehrerin.

Für Spekulationen, die Mafia könne hinter der Tat stecken, gibt es bislang keine Beweise. Die Schule ist nach dem Mafia-Jäger Giovanni Falcone und seiner Frau Francesca benannt, die 1992 ermordet wurden.

“Vielleicht liegen wir richtig, wenn wir anfangen, über einen terroristischen Hintergrund nachzudenken, aber wir können aber auch die Tat eines Irren nicht ausschließen. Was wir sicherlich ausschließen können ist organisiertes Verbrechen. Das geht nicht so vor”, stellt der Bürgermeister von Brindisi, Mimmo Consales, fest.

Der Sprengsatz explodierte gegen 7.45 Uhr am Eingang der Schule, als die Schülerinnen auf dem Weg zum Unterricht waren.