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Italien: Mafia hinter tödlichem Anschlag vermutet

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Italien: Mafia hinter tödlichem Anschlag vermutet

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Bei einem Bombenanschlag in der italienischen Hafenstadt Brindisi ist eine Schülerin ums Leben gekommen. Die 16-Jährige starb, nachdem am Morgen drei Sprengsätze vor einer Modeschule explodierten. Ein gleichaltriges Mädchen rang nach Angaben der Ärzte mit dem Leben, sieben weitere Menschen wurden verletzt.

Hinter dem Verbrechen wird die Mafia vermutet:
Die betroffene Schule ist nach der Frau des vor 20 Jahren von der Mafia ermordeten Untersuchungsrichters Giovanni Falcone benannt. Zum 20. Todestag Falcones am 23. Mai sind Gedenkfeiern geplant.

Der Bürgermeister der Stadt sagte: “Das Ganze passiert ausgerechnet wenige Tage bevor sich das Attentat in Sizilien jährt, und es passiert zu der Zeit, in der der Leiter der Anti-Mafia-Behörde die Region besucht. Das ist sehr symbolträchtig. Aber im Moment ist der Zustand der Jugendlichen wichtiger.”

Seit Tagen geht in Italien die Angst vor Anschlägen um – doch als Ziel wurde eher das Finanzamt vermutet. Erst am Donnerstag hatte Rom im Rahmen eines Anti-Terror-Plans im ganzen Land die Sicherheitsmaßnahmen erhöht.