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G-8-Gipfel zwischen Sparen und Wachstum

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G-8-Gipfel zwischen Sparen und Wachstum

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Nach dem Treffen der G-8-Gruppe in den USA gibt es wie erwartet wenig Konkretes: Bemerkenswert ist aber sicher, dass auch im Kreis dieser acht wichtigen Industrieländer das Wort Wachstum wieder öfter fällt: Manche hoffen, dass sie mit neuen Konjunkturpaketen die Krise überwinden, während andere den Ausweg weiter in Sparkurs und Haushaltsdisziplin sehen.

Vor allem brauche man Wachstum und Arbeitsplätze, sagt zum Beispiel der Gastgeber, Amerikas Präsident Barack Obama. Eine stabile und wachsende europäische Wirtschaft sei für alle wichtig, auch für Amerika.

Frankreichs neuer Staatspräsident, ebenfalls für Wachstum durch neue Ausgaben, darf sich hier bestätigt sehen. Was er im Kreis der EU und der Euroländer konkret umsetzen kann, ist aber offen. Es habe hier den Schluss gegeben, sagt François Hollande, dass das Wachstum im Mittelpunkt der großen Debatten der nächsten Monate stehen solle.

Hollande kündigte auch, er wolle beim EU-Sondergipfel am Mittwoch wieder die Frage gemeinsamer Euro-Staatsanleihen aufbringen, der so genannten Eurobonds. Damit werde er auch nicht der einzige sein, versprach er außerdem.

Diese gemeinsamen Anleihen würden den Krisenländern im Euroraum bessere Bedingungen zum Geldleihen verschaffen, weil stärkere Länder dann für ihre Kredite mitbürgen. Einige Euroländer lehnen solche Eurobonds aber strikt ab, darunter Deutschland.