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Heiße Eisen beim NATO-Gipfeltreffen in Chicago

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Heiße Eisen beim NATO-Gipfeltreffen in Chicago

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Die NATO-Staaten haben sich in Chicago zu ihrem Gipfeltreffen versammelt. Dabei geht es zunächst um Fragen wie die Raketenabwehr für Europa oder eine verstärkte Zusammenarbeit bei teuren Rüstungsvorhaben, um diese Waffen trotz der Sparhaushalte in vielen Ländern erschwinglich zu machen.

Kein Land und kein Kontinent könne die künftigen Sicherheitsprobleme alleine lösen, sagt der NATO-Generalsekretär; deshalb stehe man zu einer leistungsfähigen NATO. Anders Fogh Rasmussen nennt das eine neue Kultur der Zusammenarbeit und spricht von mehr Sicherheit für weniger Geld.

Die NATO-Staaten befassen sich auch mit dem bevorstehenden Abzug aus dem langen Afghanistankrieg und den Plänen (und dem vielen Geld) für die Zeit danach.

Ende 2014 ist dabei gesetzt; nur Frankreich schert aus und will zumindest seine Kampftruppen schon dieses Jahr abziehen, noch ein Jahr früher als bisher
sowieso schon geplant.

So hat es der neue Staatspräsident François Hollande im Wahlkampf versprochen, und dabei bleibt er auch jetzt – allen Beschwörungen des Mottos “Zusammen rein, zusammen raus” zum Trotz. Dass aber französische Soldaten zum Beispiel
noch als Ausbilder länger in Afghanistan sind, scheint als Kompromiss möglich.