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Libanon: Neue Spannungen wegen Syrienkrise

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Libanon: Neue Spannungen wegen Syrienkrise

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Im Norden Libanons haben Soldaten einen islamischen Geistlichen und einen Begleiter erschossen. Der Geistliche gehörte zur sunnitischen Glaubensrichtung und stand – ebenso wie sein Begleiter – den Aufständischen im benachbarten Syrien nahe.

Wie es zu dem Vorfall kam, ist unklar. Offenbar durchbrachen die beiden in ihrem Auto eine Kontrollstelle der Armee; warum, ist ebenfalls unbekannt.

Bewohner der nordlibanesischen Region Akkar errichteten aus Protest Straßensperren. Auch sie sind Sunniten; der Armee werfen einige vor, sie gehorche den syrischen Machthabern und habe die beiden Männer absichtlich erschossen. Schon seit Tagen kommt es im Nordlibanon zu schweren Zwischenfällen wegen der Ereignisse in Syrien.

In Syrien selbst explodierte ein Sprengsatz in der Nähe einer Wagenkolonne mit UNO-Beobachtern. Der Zwischenfall ereignete sich am Rand der Hauptstadt Damaskus. In der Kolonne fuhr der Leiter des Beobachtereinsatzes mit, der norwegische General Robert Mood; dazu der für alle Friedenseinsätze zuständige UNO-Vertreter Hervé Ladsous.