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Schleppender Verlauf der Stichwahl in Serbien

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Schleppender Verlauf der Stichwahl in Serbien

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Die Präsidentschaftswahl in Serbien ist nur schleppend angelaufen. Am Vormittag lag die Wahlbeteiligung etwas unter der niedrigen Beteiligung im ersten Wahlgang vor zwei Wochen. Alle Umfragen sagen Amtsinhaber Boris Tadić einen klaren Sieg voraus. Er bewirbt sich um eine dritte und letzte Amtszeit: “Heute ist ein entscheidender Tag, denn wir entscheiden welche Richtung das Land in den kommenden fünf, zehn Jahren einschlagen wird. Die Welt blickt auf uns und beurteilt unsere demokratische Reife”, erklärte Tadić nach der Stimmabgabe.

Gegenkandidat des pro-westlichen Tadić ist der rechtspopulistischen Oppositionsführer Tomislav Nikolić: “Ich bin überzeugt, dass ich die beste Wahl bin. Aber die Entscheidung treffen die Bürger Serbiens und ich werde dem Sieger gratulieren”, sagte Nikolić nach Verlassen des Wahllokales.

Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen war Nikolićs Fortschrittspartei (SNS) zwar stärkste politische Kraft geworden, jedoch konnte Tadićs Parteienbündnis eine Regierungsmehrheit zustande bringen. Von der niedrigen Wahlbeteiligung dürfte nach Angaben von Wahlforschern allerdings Nikolić profitieren.