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Der Höhenflug von Ryanair und Treibstoffkosten

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Der Höhenflug von Ryanair und Treibstoffkosten

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Der verhaltene Zukunftsausblick des Billigfliegers Ryanair hat die Händler in London am Montag verschreckt. Die Aktie von Europas größter Billigfluggesellschaft fiel zunächst um ganze 6 Prozent. Am Ende landete sie bei minus 0,25 Prozent.

Gleichzeitig gab das irische Unternehmen bekannt, dass es im vergangenen Jahr einen besseren Gewinn erzielt hat, als erwartet. Auch die Passagierzahlen wachsen. Zum zweiten Mal überhaupt will Ryanair nun eine Dividende auszahlen.

Sorgen bereiten dem Unternehmen die steigenden Treibstoffpreise. Diese kletterten wegen höherer Rohölkosten in den zwölf Monaten bis Ende März um 360 Millionen Euro. Ein Ende ist nicht in Sicht. Vergangenes Jahr hob Ryanair darum die Ticketpreise an. In diesem Jahr ist das nicht geplant.

Der Konzern geht daher davon aus, dass der Gewinn im kommenden Jahr um bis zu 20 Prozent auf rund 400 Millionen Euro zurückgehen könnte.

Allerdings sagte die Internationale Luftverkehrsverband IATA ohnehin allen europäischen Airlines für 2012 sinkende Einnahmen voraus.

Viele Analysten glauben, Ryanair sei übervorsichtig. Sie bleiben bei ihren Bewertungen der Aktie, die seit dem 1. Januar um 8,5 Prozent gestiegen ist. Das ist weniger als beim Konkurrenten Easyjet aber immer noch besser als bei vielen Traditionsgesellschaften.