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Syrienkonflikt schürt Gewalt im Libanon

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Syrienkonflikt schürt Gewalt im Libanon

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Nach dem Tod zweier Oppositionspolitiker im Norden des Libanon ist es in weiteren Regionen des Landes und im benachbarten Syrien zu neuen Anschlägen gekommen.

Die in dem nahe der Grenze zu Syrien gelegenen Dorf Akkar erschossenen Männer gehörten zur Allianz des 14 März, die sich gegen den syrischen Machthaber Bashar al-Assad einsetzt. Die größtenteils sunnitischen Bewohner der Region blockierten daraufhin die Hauptverkehrsachsen der Gegend. Sie halten die libanesische Armee für von der syrischen Regierung beeinflusst.

Auf syrischer Seite starben 34 Bewohner der grenznahen Region Hama, als präsidententreue Truppen das Feuer auf sie eröffneten. Auch Hama gilt als Hochburg der Protestbewegung Allianz des 14 März.

In Douma, unweit der syrischen Hauptstadt Damaskus, kam es zu einem Bombenangriff auf einen UN-Konvoi. In einem der Wagen befand sich Generalmajor Robert Mood, Leiter der UN-Organisation zur Überwachung des Waffenstillstands. Der Norweger blieb offenbar unverletzt.

Die seit 14 Monaten anhaltende Gewalt in Syrien befeuert zunehmend den seit 2008 schwelenden Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten im Nachbarland Libanon. Die libanesische Schiitenbewegung steht wegen der gemeinsamen Religionszugehörigkeit auf der Seite der syrischen Regierung. Die Sunniten im Land sympathisieren mit ihren Glaubensbrüdern unter den aufständischen Syrern.