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Schwere Nachbeben in der Emilia Romagna

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Schwere Nachbeben in der Emilia Romagna

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Neue Erdstöße haben in der Nacht in Italien die Region Emilia Romagna erschüttert. Die beiden schwersten Nachbeben hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa eine Stärke von bis zu 3,7. Insgesamt gab es nach Medienberichten mehr als hundert kleinere Nachbeben.

Regierungschef Mario Monti reiste deshalb vorzeitig vom Nato-Gipfel in Chicago ab.

Susanna aus Santagostina (Bologna):

“Fabriken hat es wirklich hart getroffen. Viele sind eingestürzt. Meine auch. Alles dem Erdboden gleich, nichts steht mehr. Ich habe dort 20 Jahre gearbeitet.”

Eugenia Popolino:

“Ich konnte gar nicht raus aus dem Bett, alles wackelte. Schließlich haben wir – mein Mann, mein Sohn und ich – uns zusammen aufs Bett gelegt. Wir sagten uns, wenn etwas schief geht, dann wollen wir gemeinsam diese Welt verlassen.”

Bei dem Beben der Stärke 6,0 am frühen Sonntagmorgen waren sieben Menschen gestorben, mehr als 50 wurden verletzt, mindestens 4000 obdachlos.

Zahllose Jahrhunderte alte Kulturdenkmäler stürzten ein oder bekamen Risse ab.

mit dpa, AP, Reuters