Eilmeldung

Eilmeldung

Fatih Akins Dokumentation "Müll im Garten Eden" feiert Premiere in Cannes

Sie lesen gerade:

Fatih Akins Dokumentation "Müll im Garten Eden" feiert Premiere in Cannes

Schriftgrösse Aa Aa

Ein kleines Dorf an der türkischen Schwarzmeerküste wehrt sich gegen eine große Mülldeponie: Darum geht es in der Dokumentation “Müll im Garten Eden” des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin. Aus dem Dorf stammen seine Großeltern und der in Hamburg lebende Filmemacher wollte eigentlich nur die Wurzeln seiner Familie erkunden. Sein Film über den Kampf David gegen Goliath feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes. Dort wird die Doku außer Konkurrenz in einer Sondervorführung gezeigt.

Fatih Akin sagt: “Der Plot ist ein Umweltplot, aber es geht doch um mehr. Es geht – wie sie gesagt haben – um die Dummheit von Menschen, wie kafkaesk Menschen in bestimmten Situationen reagieren können. Der Film ist ein Film über Zivilcourage. Und letztendlich ist der Film auch ein Porträt über Landleben in der Türkei.”

Mit seiner Dokumentation verfolgte Akin den Widerstand der Dorfbewohner über fünf Jahre. Er sieht seinen Film als Lobbyarbeit für den Protest der Dorfbewohner gegen den Umweltskandal.