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IWF fordert mehr Wirtschaftswachstum von Briten

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IWF fordert mehr Wirtschaftswachstum von Briten

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Großbritannien aufgefordert, die in die Rezession gerutschte Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Das EU-Land solle zum Beispiel frisches Geld in die Volkswirtschaft pumpen. Das sagte IWF-Chefin Christine Lagarde bei einem Treffen mit dem britischen Schatzkanzler George Osborne in London.

Lagarde: “Die Probleme mit dem Euro belasten auf verschiedenen Wegen auch das Vereinigte Königreich. Das Wachstum ist hier zu niedrig, die Arbeitslosigkeit gerade unter jungen Menschen zu hoch. Die Politik muss die Nachfrage stützen, ansonsten setzt sich das niedrige Wachstum fest.”

George Osborne: “Die Eurozone hat einen entscheidenden Punkt erreicht. Die Euroländer müssen sich jetzt hinter ihre Währung stellen oder einem möglichen Austritt Griechenlands ins Auge schauen. Die britische Regierung bereitet sich auf alle Eventualitäten vor. Wir müssen für das Beste arbeiten, und uns gleichzeitig auf etwas Schlechteres vorbereiten.”

Als weitere Wachstumsmaßnahmen schlug der IWF auch vorübergehende Steuersenkungen und niedrige Zinsen vor. Im ersten Quartal dieses Jahres war das Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,2 Prozent gefallen. Die Bank of England lässt den Leitzins seit Monaten unverändert auf einem Rekordtief von 0,5 Prozent. In den vergangenen dreieinhalb Jahren hatte die Zentralbank bereits umgerechnet 386 Mrd Euro in die britische Wirtschaft gepumpt.