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NATO zieht 2014 aus Afghanistan ab - Frankreich eher

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NATO zieht 2014 aus Afghanistan ab - Frankreich eher

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Zum Abschluss ihres Gipfels in Chicago haben die 28 Staats- und Regierungschef der NATO einen Fahrplan für den Abzug des Bündnisses aus Afghanistan beschlossen. Außerdem sagten sie Afghanistan auch nach dem Abzug der Kampftruppen Unterstützung zu.

Frankreichs neuen Präsidenten konnte der Gipfel nicht überreden, vom vorzeitigen Truppenabzug Abstand zu nehmen: “Im Wesentlichen ist der Abzug für 2014 vorgesehen. Wir entscheiden uns das schon 2012 zu tun. Es wird dafür keine Gegenleistung geben”, erklärte Francois Hollande.

Hinderlich für den Abzug ist, dass Pakistan wegen eines US-Angriffs auf pakistanische Grenzsoldaten im November sein Territorium für die Allianz gesperrt hat. US-Präsident Obama ist zuversichtlich. “Präsident Zadari teilt mit mir den Glauben, dass diese Fragen lösen können. Wir waren nicht der Ansicht, dass wir bis zu diesem Gipfel die Frage der Nachschubrouten durch Pakistan regeln könnten. Das wussten wir aber schon vorher”, sagte Obama.

Pakistan verlangt eine US-Entschuldigung für den Angriff und eine Verdreifachung der Transitgebühren.

“Da nun der Zeitplan für den Abzug aus Afghanistan vereinbart wurde, geht es um die logistische Abwicklung. Die NATO weiß, dass es sehr helfen würde, wenn man Pakistan nutzen könnte. Das wird nicht einfach”, stellt der euronews-Reporter fest.