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OECD-Bericht: "Die Lage verschlechter sich wieder"

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OECD-Bericht: "Die Lage verschlechter sich wieder"

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Die deutsche Wirtschaft ist stark, doch für die Eurozone insgesamt sieht es schlecht aus. Das geht aus dem neuesten Bericht der OECD hervor. Die Industrieländer-Organisation hat demnach nur geringe Hoffnungen auf eine Konjunkturbelebung in den Eurostaaten. Nicht zuletzt deshalb, weil die Krise sich erneut verschärft, wie der Chefökonom der OECD, Pier Carlo Padoan, klarmachte:

“Bis vor ein paar Wochen dachten wir, langfristige Risiken seien ausgeschlossen. Wir dachten, die Weltwirtschaft, aber ganz besonders die Eurozone, die der meistgefährdete Wirtschaftsraum bleibt, seien aus der Gefahrenzone. Aber die Dinge haben sich zuletzt wieder verschlechtert.”

Laut dem Bericht wird die Euro-Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,1 Prozent sinken, im kommenden liegt das erwartete Wachstum dann bei nicht einmal einem Prozent. Die Arbeitslosigkeit dagegen könnte auf über 11 Prozent im Jahr 2013 steigen.

Einzig die deutsche Wirtschaft widersetzt sich dem düsteren Trend. Laut der OECD wuchs sie im ersten Quartal erneut und überraschend stark, für das kommende Jahr soll es um zwei Prozent nach oben gehen. Die Situation im Euroraum müsse fundamental geändern werden, fordern die OECD-Experten. Nicht zuletzt könne die Krise hier auch die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.