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Europa macht gemeinsame Sache mit afrikanischem Starduo gegen die Krise in Mali und im Sahel

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Europa macht gemeinsame Sache mit afrikanischem Starduo gegen die Krise in Mali und im Sahel

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Am 21. März dieses Jahres putscht eine Gruppe junger Offiziere erfolgreich gegen den gewählten Präsidenten von Mali, Amadou Toumani Touré, weil er, wie sie meinen, einen Aufstand von Tuareg-Separatisten und Islamisten im Norden des Landes nicht effektiv genug bekämpft.
Mit einem Mal wird auch er übrigen Welt klar, dass das seit langem als stabil geltende westafrikanische Land ein neuer Krisenherd zu werden droht.
Unterdessen haben die aufständischen Tuareg einen eigenen Staat ausgerufen, während die Islamisten, denen Verbindungen zu al-Qaida nachgesagt werden, eine theokratische Diktatur im ganzen Land errichten wollen.
Schätzungen des Welternährungsprogramms zufolge sind mittlerweile über 160.000 Menschen aus Mali auf der Flucht.
Dazu kommt die erneute Dürre in der Sahel-Zone. In der gesamten Region sind Millionen von Menschen vom Hungertod bedroht.
Was tut Europa dagegen? Die EU-Kommissarin für Entwicklungshilfe, Kristalina Georgieva:
“Bislang haben wir 288 Millionen Euro für die Sahel-Zone mobilisiert. Und für die Flüchtlinge aus Mali haben wir jetzt noch einmal 9 Millionen zusätzlich bereit gestellt.”
Der Kommissarin steht ein außergewöhnliches Duo zur Seite. Amadou und Mariam sind nicht nur musikalische Superstars in einem Land, das schon zahlreiche Musiker von Weltrang hervorgebracht hat, sondern auch Botschafter des UN-Welternährungsprogramms. Margharita Sforza hat die beiden zur Krise in ihrem Heimatland interviewt.