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"Griechisches Euro-Aus würde Schock erzeugen"

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"Griechisches Euro-Aus würde Schock erzeugen"

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Die Spekulationen um einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone reißen nicht ab. Zahlreiche Beobachter fürchten, dass eine Rückkehr Athens zur Drachme sowohl die EZB als auch vor allem die Schuldner Griechenlands in massive und milliardenteure Schwierigkeiten bringen könnte. Für die Geber wäre das geliehene Geld weg, und selbst nach dem Austritt wäre Griechenland weiter auf Hilfe von außen angewiesen, so die Experten.

Philippe Waechter von der Investmentbank Natixis: “Selbst wenn Griechenland kein großes Gewicht in der Eurozone hat, würde das einen Schock und eine komplett neue Lage erzeugen. Das würde das gesamte Kräfteverhältnis in der EU verschieben. Die Frage ist also, ob der Preis für einen Austritt Griechenlands höher ist, als wenn das Land bleibt.”

Vor allem bei Frankreich steht Griechenland in der Kreide, gefolgt von Deutschland und Großbritannien. Schätzungen zufolge könnte ein griechisches Euro-Aus allein Deutschland Verluste von bis zu 80 Milliarden Euro einbrocken.

Unterdessen bereitet sich die Europäische Zentralbank einem Pressebericht zufolge bereits auf eine mögliche Eskalation der Lage in Griechenland vor. Die Wochenzeitung “Die
Zeit” berichtet, die Notenbank habe einen Krisenstab eingerichtet, der sich mit Griechenland beschäftige. Und auch bei der Deutschen Bundesbank befasse sich eine entsprechende Arbeitsgruppe mit dem Thema. Von den Banken gab es keine Bestätigung. EZB-Chef Mario Draghi hatte zuletzt gesagt, dass sein Haus den Verbleib der Griechen in der Euro-Zone wolle.