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Großer Ansturm bei Präsidentschaftwahl in Ägypten

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Großer Ansturm bei Präsidentschaftwahl in Ägypten

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Unter großen Ansturm haben die Ägypter fünfzehn Monate nach dem Sturz des Langzeitpräsidenten Husni Mubarak ihre erste demokratische Präsidentschaftswahl abgehalten. Vor den Wahllokalen bildeten sich lange Schlangen.

Zu den Favoriten gehören Ex-Mitglieder des alten Regimes und Islamisten. So liegen Mubaraks Ex-Außenminister, der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga Amre Mussa, sowie der letzte Regierungschef unter Mubarak, Ahmed Schafik, in den Umfragen vorn, dicht gefolgt von dem unabhängigen Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh und dem Kandidaten der Muslimbrüder Mohammed Morsi.

Insgesamt treten zwölf Kandidaten an. Zwei Tage sind für die Stimmabgabe angesetzt, und wegen des großen Ansturms blieben die Wahllokale schon am ersten Tag eine Stunde länger geöffnet als geplant. Mehr als fünfzig Millionen Ägypter sind an die Urnen gerufen.

Das Ergebnis soll an diesem Samstag bekanntgegen werden. Erzielt kein Kandidat die absolute Mehrheit, findet Mitte Juni eine Stichwahl statt.

Wegen der großen Präsenz von Soldaten und Polizisten verlief die Wahl weitgehend friedlich. Der Militärrat, der Ägypten seit Mubaraks Sturz regiert, will die Macht nach der Vereidigung des Präsidenten abgeben.