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Raufen sich Merkel und Hollande auf EU-Gipfel zusammen?


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Raufen sich Merkel und Hollande auf EU-Gipfel zusammen?

Kann sein, dass deutliche Worte fallen beim
EU-Sondergipfel in Brüssel, auf deutsch und auf französisch. Eurobonds und Wachstum heißen die Reizbegriffe.

Die Märkte, Seismografen politischer Erschütterungen, signalisieren Verunsicherung. Der deutsche Leitindex Dax sackte im frühen Handel um 1,36 Prozent ab, der Euro rutschte weiter und fiel deutlich unter die Marke von 1,27 US-Dollar.

Einig sind sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr neuer französischer Sparringspartner Francois Hollande vor allem über eines: Es gibt Differenzen.

So will Frankreichs neuer Präsident Eurobonds, Merkel will nicht einmal darüber reden. Beim Fiskalpakt braucht sie die Zustimmung der heimischen Sozialdemokraten – die aber liebäugeln mit Hollandes Projekt “Wachstumspakt”.

Und was tun, wenn sich in Griechenland auch nach den Neuwahlen Mitte Juni keine Mehrheit für den Sparkurs findet – immer offener stellen sich alle Spieler auf den Fall ein, dass das Land den Euro verlassen könnte.

In ihrem Wirtschaftsausblick beschrieb die OECD Europas Schuldenkrise als “größten Risikofaktor für die Weltwirtschaft”.

Beschlüsse sollen beim aktuellen Treffen noch nicht fallen, sondern erst auf dem regulären EU-Gipfel Ende Juni.

mit Reuters, dpa, AFP

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