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EU-Gipfel: Griechenland im Euro halten

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EU-Gipfel: Griechenland im Euro halten

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Ein Gruppenfoto, dann ist der EU-Sondergipfel in Brüssel fast geschafft. Bis weit nach Mitternacht haben die 27 Staats- und Regierungschefs beraten. Dann ist klar, dass die EU Griechenland in der Eurozone halten will. Allerdings muss Athen sich weiter an getroffene Verabredungen halten.  
 
Gipfelchef Herman Van Rompuy erinnerte in einer Erklärung an die erhebliche Unterstützung, die Griechenland bereits erfahren hat: “Die Länder der Eurozone haben in der Vergangenheit große Solidarität mit Griechenland bewiesen und zusammen mit dem IWF seit 2010 schon 150 Milliarden Euro ausgegeben.”  
 
Auch die von den Strapazen des Gipfel-Hoppings dieser Woche sichtlich erschöpfte deutsche Kanzlerin Angela Merkel bestand in ihrer Erklärung auf die Erfüllung der griechischen Sparzusagen, erwähnte eine mögliche Anwendung von Strukturbonds. Den Einsatz von Eurobonds, also gemeinsamer Anleihen der Euroländer, kann sich die Kanzlerin allenfalls in ferner Zukunft vorstellen.  
 
Das hatte sich Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande anders vorgestellt: “Ich respektiere Frau Merkels Meinung, dass Eurobonds als solche kein Mittel sind, das Wachstum zu fördern”, sagte der abschließenden Pressekonferenz. Und doch blieb er bei seiner Einschätzung, dass Eurobonds unter bestimmten Umständen doch für mehr Wachstum sorgen können. Die Debatte werde sich weiter fortsetzen, so Hollande.
 
Die Gefahr für Griechenland scheint indes nicht vollkommen gebannt. Denn Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker bestätigte, dass Experten grundstätzlich auch über die Folgen eines möglichen Ausscheidens Griechenlands aus der Währung nachdenken.