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Polizei steigt Hells-Angels-Chef aufs Dach

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Polizei steigt Hells-Angels-Chef aufs Dach

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In einer Großrazzia hat die Polizei in Norddeutschland seit dem frühen Donnerstagmorgen Stützpunkte des Rockerclubs Hells Angels durchsucht. Ermittelt wird wegen Körperverletzung, Menschenhandels, Waffenhandels und Korruption.

Mehr als 1.000 Polizisten und Mitglieder der Spezialeinheit GSG 9 waren im Einsatz. Sie durchsuchten über achtzig Bordelle, Gaststätten und Wohnungen in Großraum Kiel, aber auch in Hamburg und Hannover. Ziel der Durchsuchung sei gewesen, Beweismittel zu finden für Straftaten aller Art, ob Körperverletzungsdelikte oder Waffenhandel, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Die Polizei suchte auch nach der Leiche eines seit zwei Jahren vermissten Türken. Fünf führende Mitglieder der verbotenen Kieler Hells Angels wurden verhaftet. Bei Hannover seilten sich GSG 9-Kräfte von einem Hubschrauber ab, um in das Privathaus von Hannovers Hells Angels-Präsidenten zu gelangen. Dieser streitet ab, von den fraglichen Delikten gewusst oder sie gar angestiftet zu haben.

Die Hells Angels hatten in der Vergangenheit immer wieder wegen Verbrechen und brutaler Kämpfe mit rivalisierenden Gruppen Schlagzeilen gemacht.