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Sorgen um Euro-Zukunft wachsen

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Sorgen um Euro-Zukunft wachsen

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Die Eurokrise spitzt sich weiter zu. Am Donnerstag rutschte der Euro den dritten Tag in Folge ab, und das, nachdem er am Mittwoch gegenüber dem Dollar ein 22-Monats-Tief erreicht hatte. Unter anderem der vergleichsweise ergebnisfreie Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel schickte die Gemeinschaftswährung auf Talfahrt. Zudem dauern die Spekulationen um einen Euro-Austritt Griechenlands weiter an. Auch das trägt kaum zu einem Vertrauen in den Euro bei.

In wenigen Monaten verlor der denn auch deutlich an Wert gegenüber dem Dollar. Im Februar kostete der Euro noch 1,35 Dollar, jetzt baumelt er bei 1,26 Dollar. Wenigstens die deutsche Export-Wirtschaft kann sich freuen.

Jeremy Gaudichon von Richelieu Finance: “Der Euro ist gegenüber dem Dollar schwach, denn es gibt einen Wachstumsunterschied zwischen Europa und den USA. Die Hauptsorgen um Staatsschulden macht man sich natürlich in Europa.”

Die Griechenlandfrage ist fern davon, gelöst zu werden. Und jetzt bereitet sich die Eurozone auch noch zumindest halboffiziell auf einen möglichen Verlust der Griechen vor. Auch mehrere Bankenexperten sprachen davon, dass das Land kaum mehr im Euro zu halten sei.

Angesichts der aufflammenden Krise zeigt sich auch die ansonsten so stabile deutsche Wirtschaft übellaunig. So fiel der Geschäftsklimaindex ifo nun auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr.

Die Unternehmen beurteilten im Mai sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Aussichten für die nächsten Monate deutlich schlechter. Nach sechs Anstiegen in Folge fiel der ifo-Index von 109,9 auf 106,9 Punkte.