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Ägypten: Mursi und Shafik in Präsidenten-Stichwahl

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Ägypten: Mursi und Shafik in Präsidenten-Stichwahl

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In Ägypten liegt Mohammed Mursi, der Kandidat der Muslimbruderschaft, nach der ersten Runde der Präsidentenwahl vorn. Der 60 Jahre alte Ingenieur wurde anfangs noch wegen seines mangelnden Charismas von seinen Kritikern verspottet.
 
Geschadet hat es ihm anscheinend nicht, er kam vor allem bei dem strenggläubigen Teil der Bevölkerung gut an, der bereits der Muslimbruderschaft und den Salafisten zu 70 Prozent der Parlamentssitze verhalf. Mursi wirbt für eine “islamische Renaissance”.
 
Während seiner Wahlkampagne kündigte Mursi mehrmals an, er werde gegen alle korrupten Vertreter der Mubarak Ära vorgehen. Sie gehörten der Vergangenheit an.
 
Der zweitplatzierte Kandidat, Ahmed Shafik, war der letzte Ministerpräsident unter Mubarak. Für die Islamisten und auch die sogenannte Revolutionsjugend ist er ein rotes Tuch. Er gilt als Kandidat des Militärs, das ihn angeblich benutzen will, um seine Pfründe zu sichern.
 
Shafik erklärte, sein Ziel sei es, die Muslimbrüder in die Schranken zu weisen. Sollte ein Islamist zum Präsidenten gewählt werden, hätte dies mit Sicherheit “enorme Probleme” für Ägypten zur Folge.
 
Seine Anhänger erhoffen sich von dem 70-Jährigen Stabilität und Sicherheit.